Fueller

Gedenkveranstaltung am 9. November 2014 anlässlich der  Reichspogromnacht in Kleve, Synagogenplatz

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Die Gedenkfeier in diesem Jahr stand auch im Zeichen des 25. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer, die als ein Triumph der Freiheit zu sehen ist. “Wir wollen uns heute allerdings der Unfreiheit erinnern, einer Zeit, in der das Recht auf Leben mit Füßen getreten wurde” sagte Maria Diedenhofen vom Verein Buren zonder Grenzen - Nacbarn ohne Grenzen bei ihren Eingansworten zu Beginn der Veranstaltung. “Wir können sie nicht zurückholen - die Mitbürger, deren Namen auf dies Stein geschrieben sind - aber wir können anregen zu verantwortlichem Tun”, so Diedenhofen.
Theo Brauer, der Bürgermeister der Stadt Kleve, griff die historischen Bezüge des Jahres 2014 auf und erinnerte an die Jahrestage des 1. und 2. Weltkrieges, und auch an den Oktober 1944, als die Stadt Kleve durch Bomber zerstört wurde. “Viele dieser Daten stehen im kausalen Zusammenhang. Vor 76 Jahren begann eine Nacht nicht enden wollender Schrecken” so Brauer. “Tausende Praxen, Wohn- und Geschäftshäuser jüdischer Mitbürger wurden in dieser Nacht zerstört, mehr als 30000 Männer und Frauen in den folgenden Tagen in die Konzentrationslager verschleppt. Diese Untaten erfüllen uns mit Trauer und Scham und werfen Fragen auf. Wie hat es dazu kommen können.”  Brauer mahnte an über das nachzudenken, was uns die Geschichte hier zu sagen hat und wies auf die Anzeichen eines neu aufbrechenden Antisemitismus hin.
Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs hatten sich mit Hedwig Meyer-Wilmes auf diesen Tag vorbereitet. Mit Wort- und Musikbeiträgen machten sie deutlich, dass auch das Erinnern an jene Zeit wichtiges Anliegen ist. Sie hatten sich mit vermeintlichen Sicherheiten befasst, mit dem Kind, das an einen starken Vater glaubt, dem Mann, der sich Familie wünscht, der Frau, die an den Mann glaubt, den Mann, der die Rente sicher wähnt. Wunsch und Glauben wurde in Frage gestellt, zerplatzte Träume hörbar gemacht.
Fries Gies und Rabbiner Levine sprachen zum Ende jüdische Totengebete.

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